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Zeitschrift für Genozidforschung 21. Jahrgang 2023, Heft 2

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Mit dem Fokus Vernichtungsdenken fragt das neue Heft der Zeitschrift für Genozidforschung zum einen nach ideologischen Rahmungen, aber auch planerischen und strategisch-bürokratischen Aspekten genozidaler Vernichtungsprozesse, zum anderen nach den Möglichkeiten der kognitiven, reflexiv-narrativen Bewältigung der Erfahrung kollektiver Gewalt. Damit steht das Wissen um die Möglichkeit der Vernichtung im Zentrum des Interesses und somit die Frage, wie dieses Wissen den Status seiner Potentialität erlangen konnte, wie also Vernichtung in durchaus sehr unterschiedlichen Kontexten und Weltregionen gedacht werden konnte. Vernichtungsdenken betont somit die weltanschauliche Rahmung jeglicher genozidaler Politik und politischer Massengewalt. Beiträge: Andreas Eckl: »Schier unverständliches Verhalten«. Der Krieg der OvaHerero 1904: Ein reiner Verteidigungs- und Rückzugskrieg Joana Krizanits: Organized Mass Killing in Forest near Sopron of Hungarian Jews deported to »Südostwall« forced labor camps, 1944/45 Thomas Loer: Annullierte Reziprozität. Überlegungen zu einem zentralen Aspekt der nationalsozialistischen Vernichtungspraxis ausgehend von der Analyse einer Photographie aus Auschwitz. Joachim Savelsberg: Diaries and Bearing Witness of the Armenian Genocide: Micro-foundations of a Circle of Genocide Knowledge Lasse Wichert: »Der Große Austausch«. Vernichtungsängste und Vernichtungswünsche in (neu-)rechter Ideologie- und Literaturproduktion.
Folgt in ca. 2-3 Arbeitstagen

Preis

52,50 CHF