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Romane und Erzählungen

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Therese Hubers "Die Ehelosen", ihr letzter Roman, wurde erst nach ihrem Tod veröffentlicht. Sie griff darin eine Thematik zeitgenössischer Relevanz und nicht zu unterschätzender Brisanz auf: Gibt es und welche Alternativen zu dem dominanten Modell der Geschlechterrollen und der diesen zugeordneten Ehe als einziger Versorgungsperspektive und anzustrebendes Lebensziel für Töchter (bürgerlicher) Schichten? Huber hatte sich lebenslang mit kritischen Fragen zum Zustand der Ehe um 1800, mit der Suche nach Beispielen für Berufstätigkeit und soziale Unabhängigkeit für Frauen beschäftigt und dementsprechend zu verändernde Erziehungskonzepte gefordert. Sie selbst hatte die traditionelle Rolle der Ehefrau, Hausfrau und Mutter erfüllt und - um 1800 für Frauen noch durchaus ungewöhnlich, aber zukunftsweisend - auch die Berufs- und Erwerbstätigkeit für sich in Anspruch genommen und erfolgreich ausgeübt: als Schriftstellerin und Redakteurin von Cottas "Morgenblatt für gebildete Stände". Sie hatte in ihrem eigenen Umfeld von Familie, Freunden und Bekannten die Wirkungsmacht der traditionellen Geschlechterrollen, der normativ vorgegebenen Ehe und die Folgen von unerwünschter Ehelosigkeit aufmerksam beobachtet und nicht selten auch durch Ratschläge begleitet.
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